Auf dem rund zehn Hektar großen Gelände des ehemaligen "Agfa-Camerawerkes" an der Tegernseer Landstraße in München wurden etwa ab 1982 die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH in Deutschland konzentriert.
Der weltweit agierende Bereich Agfa-Gevaert HealthCare entwickelt, produziert und verbreitet Geräte der bildgebenden Untersuchungsmethodiken wie z.B. Radiologie, Kardiologie und Mammografie.
Da die existierenden Gebäude modernen Anforderungen nicht mehr entsprachen und der Flächenbedarf der Fa. Agfa über die Jahre deutlich zurück gegangen war, wurde vom Grundstückseigentümer, der Bayer AG (Leverkusen), dem Nutzer, der Agfa-Gevaert NV (Mortsel, Belgien) und dem Entwickler, der Büschl Unternehmensgruppe (München) unter Einbezug der Institutionen der Landeshauptstadt München beschlossen, das Areal völlig neu zu strukturieren.
Anfang des Jahres wurde die Fläche von der Büschl Unternehmensgruppe gekauft, die dasgesamte Areal mit einer Größe von 10 Hektar städtebaulich entwickelt. Die Büschl Unternehmensgruppe ist eine unabhängige, mittelständische Firmengruppe im Eigentum der Familie Büschl. Sie ist national wie international bekannt für die Entwicklung, Planung und Realisierung von Bauvorhaben des Wohnungsbaus, Gewerbebaus, Industriebaus und von Infrastrukturmaßnahmen.
Die Neustrukturierung sieht entlang der Tegernseer Landstraße einen Gewerbeneubau mit ca. 38.000 qm Geschossfläche vor, wovon die Fa. Agfa-Gevaert HealthCare wieder circa ein Drittel nutzen wird. An die Gewerbebebauung schließt sich eine umfangreiche Wohnbebauung mit ca. 1.100 Wohnungen sowie Kindergärten und Nahversorgungseinrichtungen an.
Von der Gecon Immobilien GmbH, einem Unternehmen der Büschl Unternehmensgruppe aus München, hat die Geiger Umwelttechnik jetzt den Auftrag erhalten, das Grundstück im Laufe der nächsten vier Jahre als Generalunternehmer zu sanieren und für die Neubebauung gemäß der vorgesehenen städtebaulichen Entwicklung vorzubereiten.
Neben der Erstellung des Sanierungsplanes, der fachgutachterlichen Begleitung der Maßnahme und der Dokumentation sind folgende Leistungen, die in insgesamt sechs Bauabschnitte unterteilt wurden, zu erbringen:
Zunächst muss die gesamte Gebäudesubstanz mit 550.000 m³ umbautem Raum abgebrochen, zurückgebaut und ordnungsgemäß entsorgt werden. Hiermit wurde zum 01. September 2007 begonnen. Das Gelände wird anschließend einer kompletten „Tiefenenttrümmerung“ unterzogen. Dies bedeutet, dass Fundamente, Kanäle und Schächte ausgebaut werden.
Dann erfolgt die komplette Sanierung des Untergrundes auf dem gesamten Gelände. Zusätzlich zur Sanierung müssen auch die Baugruben von bis zu acht Metern Tiefe - inklusive der notwendigen Verbauarbeiten - ausgehoben werden. Neben den oberflächennahen Verunreinigungen muss eine mit Bauschuttmaterialien verfüllte, ehemalige Kiesgrube ausgeräumt werden. Für deren Sanierung sind circa 800.000 Tonnen Bodenaustausch notwendig. Die abschließende Wiederverfüllung der Sanierungsgruben bis auf ein bebaubares Niveau wird weitere 500.000 Tonnen Material erfordern.
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