Derzeit größte Altlastensanierung in Baden-Württemberg
Eine äußerst gefährliche Giftmülldeponie befindet sich im Ortsteil Bohlingen der Stadt Singen im Landkreis Konstanz. Zwischen 1959 bis zur Stilllegung 1975 wurden in den sogenannten„Bohlinger Schlammteichen“ Industrie- und Fäkalschlämme gelagert. Lackreste, Altöle und andere hochgiftige Substanzen haben das rund 5.000 m² große Teilareal zu einer regelrechten Giftmülldeponie und damit zu einer Gefahr für Mensch und Natur werden lassen.
2007 wurde bereits ein Sanierungsversuch unternommen, der aber gescheitert ist. Die Bodenkontamination ist so hoch, dass damals durch das stark aggressive Sickerwasser sogar die Abpumpanlagen zerstört worden sind.
Jetzt haben das Land Baden-Württemberg und die Stadt Radolfzell die dringend notwendige Sanierung noch einmal in die Wege geleitet. Unser Tochterunternehmen Geiger Umweltsanierung (GUS) wurde mit der extrem aufwändigen Maßnahme beauftragt.
Polit-Prominenz vor Ort
Zum offiziellen Projektstart Mitte Dezember 2009 sind neben verschiedenen Lokalpolitikern auch einige überregionale Landespolitiker nach Singen gekommen. Allen voran die Baden-Württembergische Umweltministerin Tanja Gönner. Rund um diesen „Spatenstich“ gab es auch ein Rahmenprogramm mit einem kleinen Festzelt und entsprechender Verpflegung.
Höchste Sicherheitsvorkehrungen
Bis August 2010 sind rund 25.000 Tonnen industrielle Schlämme auszuheben und zu entsorgen. Für alle Mitarbeiter gelten höchste Sicherheitsmaßnahmen. Gearbeitet wird in Schutzanzügen mit Atemschutz, alle Baugeräte sind unabhängig von der Umgebungsluft (komplett geschlossen) und mit Sauerstoff-Flaschen ausgerüstet.
Die Schlämme werden ausgebaut, mit Bindemitteln konditioniert und zur Deklaration vor Ort bereitgestellt. Die Verwertung der zum Teil organisch belasteten Materialien erfolgt überwiegend in thermischen Entsorgungsanlagen und Sondermüllverbrennungsanlagen. Weiterhin wurde zur gesicherten Entwässerung der Schlämme und der Bauwasserhaltung eine komplexe Wasserreinigungsanlage installiert. Die Sanierungsmaßnahme läuft bis voraussichtlich Ende Mai 2010.
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