Die BigBox in Kempten war Ende März 2006 erstmalig als Veranstaltungsort für einen Geiger-Infotag gewählt worden.
Knapp 150 Gäste, hauptsächlich Geschäftsführer und Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Bau- und Gartenbaufirmen sowie leitende Behörden- und Ämtervertreter hatten sich angemeldet. Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag klar auf den im Dezember 2005 eingeführten neuen europäischen Normen für Gesteinskörnungen, Schichten ohne Bindemittel und Wasserbausteine.
Dr. Eberhard Westiner erläuterte, welche Änderungen und Neuerungen durch dieses neugefasste Regelwerk für die Planer, ausschreibenden Stellen und Anwender zu beachten sind und wie die werkseigene Produktionskontrolle auszusehen hat. Der Referent, Leiter der Baustoffkundeund Werkstoffprüfung der Technischen Universität München und gleichzeitig Mitglied im Deutschen Ausschuss zur Umsetzung der europäischen Normen, vermittelte diese wichtigen und aufschlussreichen Informationen auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau. Sein persönliches Resumée: „Soviel Überwachung war noch nie – soviel Verantwortung in der Ausschreibung war auch noch nie.“
Weiterhin wurde dargestellt, wie sich die neuen Normen (unter anderem mit neuen Größenklassen und Gewichtsklassen für Wasserbausteine) auf Geiger als Produzenten und Lieferanten dieser Baustoffe auswirken und welcher Aufwand zur Qualitätssicherung und Dokumentation erforderlich ist.
Neuentwicklungen Die Vorstellung von zwei neuen, innovativen Steinkorbvarianten stand anschließend auf dem Programm. Die neue Geiger-Lärmschutzwand mit integrierter Absorbermatte und den daraus resultierenden hervorragenden Schalldämm- und Absorbtionseigenschaften eignet sich ideal zur Verwendung an Autobahnen, Straßen, Wohngebieten, Sportplätzen oder Bahnlinien. Auf besonders großes Interesse bei vielen Zuhörern stießen auch die von Geiger neuentwickelten Hochwasserschutzkörbe. Vor allem nachdem gezeigt wurde, wie man mit den Körben - als mobiler Damm - manchen Hochwasserschaden schnell und unkompliziert hätte verhindern können.
Eine weitere Geiger-Neuheit sind die „Systemlösungen zur Oberflächenentsiegelung“. Konkret geht es hier um die Entwicklung wasserdurchlässiger Schichten im Straßen- und Wegebau. Vor dem Hintergrund, dass durch versiegelte Flächen kein Regenwasser mehr in den Boden dringen kann und das Wasser über das Kanalnetz abgeführt werden muss, ergeben sich auf Dauer grundlegende Probleme: Kanäle und Kläranlagen sind überlastet, es kann sich weniger Grundwasser bilden, die Hochwassergefahr erhöht sich und innerstädtisch drohen Überhitzungserscheinungen aufgrund fehlender Verdunstungsaktivitäten. Als Lösungsansatz kann die Schaffung wasserdurchlässiger Schichten – mit und ohne Bindemittel - verstanden werden. Ideale Einsatzgebiete für diese neuen Produkte sind unter anderem Wander- und Radwege, Schulhöfe, Parkplätze, Parks und Spielplätze. Auch dieser Vortrag wurde von den Gästen mit großem Interesse verfolgt. Erste Anfragen laufen bereits.
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