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Spezialisten des LKA entschärfen Sprengladung

Für die aktuellen Hochwasserverbauungen werden unter anderem auch Wasserbausteine von einer Firma aus dem Bregenzer Wald angeliefert. Ein von dort stammender Felsbrocken sorgte am Dienstag, 09. September 2008, für allerhand Aufregung und Unruhe. Eine Spaziergängerin hatte nämlich an diesem Stein am Flussbett der Iller bei Fischen ein Bohrloch mit heraushängenden Kabeln entdeckt und daraufhin direkt die Polizei verständigt.

Die Sonthofer Beamten holten sich sofort Verstärkung vom Landeskriminalamt (LKA) in München, da der Verdacht nahe lag, dass sich im Felsen noch Sprengstoff inklusive Zünder befindet. Dies konnte später nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Die Münchner Spezialisten (Bombenentschärfer der Kripo München) untersuchten den Stein und ordneten seinen Abtransport und die anschließende Sprengung an.

Die Polizei hat daraufhin beim Betriebsleiter der Geiger-Steinbrüche angerufen und nachgefragt, ob bei Geiger eine Möglichkeit bestünde, den Stein gefahrlos detonieren zu lassen. Sein Rat, den Fels in den Steinbruch nach Wertach zu fahren, wurde angenommen und die Firma, die den Stein an den AuftraggeberWasserwirtschaftsamt Kempten) geliefert hatte, transportierte die „Bombe“, begleitet von zwei Einsatzfahrzeugen der Polizei, nach Wertach. Verladen wurde der Stein von einem Geiger-Bagger, der in der Nähe auf der Hochwasserschutz-Baustelle im Einsatz war.

Im Steinbruch angelangt, wurde der Felsbrocken dann mit militärischem Sprengstoff gesprengt, da der vorhandene Zünder nicht mehr funktionsfähig war.

Die Sprengladung hätte laut LKA nicht von Dritten gezündet werden können, eine gewisse Gefahr sei dennoch von dem Fels ausgegangen, so die Spezialisten. Derzeit laufen weitere polizeiliche Ermittlungen.

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